Über den Tellerrand geschaut: LaNa im Landkreis Vorpommern-Greifswald zu Gast

170704 VPG Anklam„Nachbarspracherwerb von der Kita bis zum Schulabschluss – der Schlüssel für die Kommunikation in der Euroregion POMERANIA“ – so lautet der Titel eines jüngst gestarteten deutsch-polnischen INTERREG V A-Projektes , das die Stadt Stettin gemeinsam mit dem Landkreis Vorpommern-Greifswald und weiteren Partnern durchführt. Ziel des Projekts ist … Über den Tellerrand geschaut: LaNa im Landkreis Vorpommern-Greifswald zu Gast weiterlesen

Frühe Mehrsprachigkeit? Clownin Ciboulette fasst zusammen!

20170512_093159Glueck Am 12.05.2017 veranstaltete die LaNa gemeinsam mit dem Landeskompetenzzentrum zur Sprachförderung an Kindertageseinrichtungen in Sachsen (LakoS) und dem Deutschen Hygiene Museum Dresden den Fachtag „Ich sprech‘ Urdu, was sprichst du so? Mehrsprachige Bildung in Sachsens Kitas“. Frau Yaëlle Dorison hat diese Veranstaltung in doppelter Rolle begleitet: zum einen als Teilnehmerin und zum anderen als Clownin Ciboulette. Wie die Sozialpädagogin und Zirkustrainerin Yaëlle Dorison und wie Ciboulette den Fachtag erlebt haben, was beide zum Thema frühe Mehrsprachigkeit sagen und was sie sich vom Fachtag für die Zukunft mitnehmen, hat die LaNa im Nachgang der Veranstaltung noch einmal hinterfragt.

Frage: Frau Dorison, Sie waren in doppelter Rolle am 12.05.2017 auf unserem Fachtag zum Thema Mehrsprachigkeit in Sachsens Kitas. Was sind Ihre Wahrnehmungen als Sozialpädagogin und was nimmt sich Ciboulette mit für ihre weitere Arbeit? Frühe Mehrsprachigkeit? Clownin Ciboulette fasst zusammen! weiterlesen

Bilinguale „Erzähl-Inseln“ starten

Deutsch-tschechisches Erzähltandem J.Richter und J.Podlipná
Deutsch-tschechisches Erzähl-Tandem J.Richter und J.Podlipná

Der Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien geht mit seinem Projekt „Erzählen – ein Schatz für die Zukunft“ in diesem Jahr in die zweite Runde. Die Kindertagesstätten der Landkreise Görlitz und Bautzen waren im Frühjahr aufgerufen, sich um eine Teilnahme zu bewerben. Nun sind die Würfel gefallen: Insgesamt 6 Kitas wurden von einer Jury ausgewählt und können sich bis zum Jahresende auf die Zusammenarbeit mit einem deutsch-polnischen, einem deutsch-tschechischen bzw. einem deutsch-sorbischen Tandem professioneller Schauspieler und Erzähler freuen. Was in dem Projekt konkret passiert und was dies mit „unserem“ Thema Nachbarsprache von Anfang an! zu tun hat, darüber sprachen wir mit Ulf Großmann, Koordinator der Netzwerkstelle Kulturelle Bildung des Kulturraums und Initiator des Projektes: Bilinguale „Erzähl-Inseln“ starten weiterlesen

Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!

Kinderstübchen Irfersgrün, 29.03.17: Kristin Gerhardt (EUREGIO EGRENSIS)
Kinderstübchen Irfersgrün, 29.03.17: Kristin Gerhardt (EUREGIO EGRENSIS)

Die EUREGIO EGRENSIS lädt regelmäßig zu deutsch-tschechischen Sprachanimationen in Kitas ein.

„Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr!“, so prophezeit es das altbekannte deutsche Sprichwort… Im Tschechischen bringt man diese Metapher sogar noch etwas deutlicher auf den Punkt: „Co se v mládí nenaučíš, ve stáří už nedohoníš!“, was wortwörtlich übersetzt so viel heißt wie: „Was du in deiner Jugend nicht lernst, holst Du im Alter nicht mehr auf!“

Im Rahmen ihrer Sprachoffensive führt die EUREGIO EGRENSIS Arbeitsgemeinschaft Sachsen/Thüringen e. V. (EE) daher seit 2005 jährlich deutsch-tschechische Sprachanimationen in wechselnden Schulen und Kindertagesstätten der Euroregion (Erzgebirge, Vogtlandkreis, Landkreis Greiz, Saale-Orla-Kreis und Böhmen) durch, um bereits von Klein das Erlernen einer Nachbarsprache zu fördern. Was Hänschen nicht lernt, lernt Hans nimmermehr! weiterlesen

AWO Oberlausitz unterstützt grenzüberschreitende Kita-Kooperation

Foto: AWO Oberlausitz
Foto: AWO Oberlausitz

Im Januar begann für die AWO Oberlausitz und drei ihrer Kindertagesstätten das mehrjährige Projekt „Gemeinsam Spielen, voneinander lernen. – Společně si hrát a navzájem se učit.“, welches durch Mittel der Europäischen Union gefördert wird.
Bereits in den vergangenen Jahren sind Projekte mit den Partnerkindertagesstätten in der Tschechischen Republik durchgeführt worden, die ebenfalls durch europäische Institutionen gefördert wurden. Das nun gestartete Projekt dient also gleichzeitig der Weiterführung der bereits bestehenden Kooperationen zwischen den deutschen und tschechischen Kindereinrichtungen. Ziel ist es, aufgrund der unmittelbaren Grenznähe nachbarschaftliche Beziehungen auszubauen, das Nachbarland kennenzulernen und den Erwerb der Nachbarsprache den Kindern bereits im Kindergartenalltag zu ermöglichen.

13 Einpflanzen einer Weidenrute zu Ostern
Foto: AWO Oberlausitz

Folgende Einrichtungen kooperieren im Rahmen des Projektes:

  • Die Kindertagesstätte „Lauschezwerge“  aus Waltersdorf mit der Mateřská škola „Klíček“ aus Nový Bor
  • Die Kindertagesstätte „Kinderland“  aus Großschönau mit der Mateřská škola ,,Čtyřlístek“ aus Varnsdorf
  • Die Kindertagesstätte „Spreequellspatzen“ aus Neugersdorf mit der Mateřská škola aus Dolní Podluží

In allen drei deutschen Einrichtungen werden vorrangig Kinder im Alter von 3-4 Jahren an dem Projekt teilnehmen. Ziel ist es, dass sie das Projekt bis zur Einschulung begleiten können und somit schon Kenntnisse einer zweiten Sprache für weiterführende Bildungseinrichtungen vorweisen und anwenden können.

Jeden Monat treffen sich die Kinder zum Spielen und Basteln in der Einrichtung oder zu gemeinsamen Ausflügen, Exkursionen und Aktivitäten. Diese umfassen bestimmte Themen, wie beispielsweise Familie, Tiere, Sport oder Natur. Die Kinder lernen dabei verschiedene Bezeichnungen, Wörter und Lieder. Dies geschieht im Wechsel in Deutschland und Tschechien. So werden auch geichzeitig bestimmte deutsche und tschechische Sitten, Bräuche und Feste entsprechend der Jahreszeiten den Kindern nahe gebracht. Der Besuch regionaler Attraktionen und Ausflugsziele wird ebenfalls integriert.

Einmal im Jahr findet eine gemeinsame Veranstaltung aller sechs teilnehmenden Einrichtungen statt. Das erste gemeinsame Treffen ist im Mai in Brniste (CZ) in einem Ökozentrum geplant. Dort werden die Landwirtschaft und die Entstehung von Lebensmitteln  den Kindern näher gebracht.

Unterstützung erhält jede Einrichtung durch Sprachmittlerinnen, die für die Zeit des Projektes in allen drei Einrichtungen angestellt sind. Sie sind täglich anwesend und begleiten die Kinder im Alltag mit der tschechischen Sprache. Außerdem unterstützen sie die Planung der Treffen und sind auch bei den gemeinsamen Ausflügen dabei.

Das Projekt wird durch den Europäischen Fonds für Regionalentwicklung im Rahmen des sächsisch-tschechischen Programmes INTEREG IV 2014 – 2020 gefördert.

 

„Michaeliskindergarten“ prominent im Netz

Foto: MIKITA Adorf / V.
Foto: MIKITA Adorf / V.

Ab diesem Monat präsentiert sich wieder eine neue Kita auf der Startseite der Nachbarsprachplattform www.nachbarsprachen-sachsen.eu. Die evangelische Kindertagesstätte „Michaeliskindergarten (MIKITA)“ aus Adorf im Vogtland ist eine der ca. 50 aktiven Kindertageseinrichtungen der sächsischen Grenzregion, die Angebote der frühen nachbarsprachigen Bildung unterbreiten. „Michaeliskindergarten“ prominent im Netz weiterlesen

Kitas aufgepasst: Zeigt her euren Begegnungs-Garten!

kiga-wettbewerbSie sind eine der sächsischen Kindertageseinrichtungen, die Angebote der frühen nachbarsprachigen Bildung unterbreitet oder sich dem Thema widmen möchte? Zwischen Ihnen und einer Einrichtung aus dem Nachbarland Polen bzw. Tschechien besteht bereits eine Partnerschaft? Sie planen eine Veränderung in den Außenanlagen oder gestalten gerade Ihre Gartenanlage in der Kita um? Dann bewerben Sie sich doch beim 5. Kinder-Garten-Wettbewerb der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung e.V. Kitas aufgepasst: Zeigt her euren Begegnungs-Garten! weiterlesen

Bilingualität für ALLE? Ein Aktueller Blick in die Forschung

Foto: www.tedxljubljana.com/video/2340/creating-bilingual-minds#video
Foto: www.tedxljubljana.com/video/2340/creating-bilingual-minds#video

Dass der Mensch im Alter zwischen 0 bis ca. 5 Jahren in der Lage ist, problemlos alle Sprachen dieser Welt zu erlernen, ist bekannt. Dazu muss u.a. die Voraussetzung erfüllt sein, dass er kontinuierlich sprachlichen Umgang mit Bezugspersonen hat, die in ihrer jeweiligen Muttersprache mit ihm kommunizieren, spielen, lernen, etc. Auch, dass der größte Teil der Weltbevölkerung bereits mit mehr als nur einer Sprache, also mehrsprachig aufwächst, ist erwiesen. Ebenso ist es nichts Neues mehr, dass frühe Mehrsprachigkeit u.a. aus entwicklungspsychologischer Sicht viele Vorteile mit sich bringt. Bilingualität für ALLE? Ein Aktueller Blick in die Forschung weiterlesen

Ein Nachbarsprachkoffer für die Stadt Dresden

Der Nachbarsprachkoffer der Landesstelle Nachbarsprachen feierte die Tage seinen ersten Geburtstag. Seit reichlich einem Jahr sind 10 Exemplare der umfangreich-kompakten Methodensammlung für die frühe nachbarsprachige Bildung im Umlauf und unterstützen die sächsischen Kitas mit vielfältigen Angeboten, um die Nachbarsprachen Polnisch und Tschechisch in die Kita-Praxis zu integrieren oder neue Impulse in die bereits nachbarsprachaffinen Einrichtungen zu tragen. Die LaNa nahm dieses kleine Jubiläum zum Anlass und lud die Kita-Fachberaterinnen und –Berater der 6 Grenzlandkreise – dazu gehören der Vogtlandkreis, Landkreis Mittelsachsen, Landkreis Erzgebirge, Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge, Landkreis Bautzen und Landkreis Görlitz – am vergangenen Mittwoch zu einer ersten gemeinsamen Beratung ins Sächsische Staatsministerium für Kultus nach Dresden ein. Ein Nachbarsprachkoffer für die Stadt Dresden weiterlesen

Bewusst den Austausch über Grenzen gesucht

Foto: Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH (ENO)
Foto: Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz mbH (ENO)

Wie das mit dem sprachlichen und kulturellen Zugang zu den Nachbarn in Polen und Tschechien funktionieren kann, darüber hat sich Edeltraut Wolf schon als Kind Gedanken gemacht: „Ich bin im ehemaligen Kreis Zittau geboren und aufgewachsen und da war die Grenze ja direkt vor unserer Nase! Ich fragte mich z.B., wie ich mich in Tschechien mit den anderen Kindern unterhalten kann?“ Im Laufe ihres Werdegangs findet die heutige Seniorin Stück für Stück Antworten darauf und schließlich ihren ganz persönlichen Zugang, sogar zu beiden Nachbarsprachen und –Kulturen: Nach ihrem Studium zur Diplom-Archivarin und Diplom-Staatswissenschaftlerin in Potsdam zog es Edeltraut Wolf beruflich in die heutige Landeshauptstadt Dresden. „Mit der politischen Wende brachen dann andere Zeiten an. Für mich ergaben sich damit neue Möglichkeiten – beruflich, wie privat – bewusst auch grenzüberschreitende Kontakte zu knüpfen und meinen Horizont zu erweitern.“, meint die aktive Seniorin. Bewusst den Austausch über Grenzen gesucht weiterlesen