Leserpost für die LaNa: Ein Hoch auf Kenntnisse unserer Nachbarsprachen

Sind Sie, wie wir, Fan von unseren „Geschichten aus der Grenzregion“? Regelmäßig veröffentlichen wir Portraits von Menschen über unseren Blog, die sich für die Sprachen und Kulturen unserer NachbarInnen in Polen und Tschechisch geöffnet haben. Die Geschichten sind so vielfältig wie die Personen und ihre Motivationen dahinter: Vom Schüler über die Seniorin ist alles vertreten. Einen Teil dieser bunten und lebensnahen Geschichten zeigt die Wanderausstellung „Nachbar?Sprache! Geschichten aus der Grenzregion“. Diese können Sie zu Ihren Veranstaltungen oder kulturellen Höhepunkten übrigens kostenlos in der LaNa ausleihen. Zuletzt waren die insgesamt 10 Portraits im Kulturpalast Dresden zu sehen. Eine begeisterte Besucherin dieser Ausstellung hat uns per Postkarte ihre ganz eigene Geschichte übersendet und wir freuen uns, diese mit Ihnen teilen zu dürfen:

Eine Geschichte aus der Grenzregion

Meine Geschichte passt im ersten Moment vielleicht nicht recht zu Ihrem Thema frühe nachbarsprachige Bildung in Kitas der sächsischen Grenzregionen. Mit 10 Jahren hieß es für mich: Wählen zwischen den weiterführenden Schularten. Für mich entschied man sich dabei für das Gymnasium,…weil „sie immer so schön spricht!“ Hier in Dresden gibt es ein deutsch-französisches Profil am Romain-Rolland-Gymnasium. Wir wurden also anstatt in Naturwissenschaften mehr in französischer Sprache unterrichtet. Zwanzig Jahre später war ich etwas sauer: Jahrelang wurde gelobt, wie toll es doch sei, Französisch auf so hohem Niveau zu sprechen. Ich bewarb und bewarb mich. Aber Französisch bringt hier in der Region leider nicht so viel. Das Reisen nach Frankreich kann man mangels Geld und Zeit eher schlecht umsetzen. Und der Arbeitgeber zahlt kaum für sehr gutes Französisch, wenn es ihn hier überhaupt gibt.
Seit meinem 31sten Lebensjahr lerne ich nun Polnisch. Das nahe Nachbarland soll mir in Zukunft nicht mehr fremd sein. Essen und Landschaft sind herrlich. Es soll einfach zusammen kommen, was eigentlich zusammen gehört, ist meine Devise. Es ist nur nicht so leicht im mittleren Alter eine mir bisher fremde Sprache zu lernen. Für die Zukunft wünsche ich mir deshalb, dass doch vor allem Tschechisch und Polnisch als unsere naheliegenden Nachbarsprachen von früh an in sächsischen Kindereinrichtungen vermittelt werden. Allein von der Schönheit der französischen Sprache kann man sich in unserer sächsisch-polnisch-tschechischen Grenzregion nämlich nichts kaufen. Und damit ein Cześć aus Dresden!

Postkarte mit Leserpost

Liebe Frau Venus, die LaNa bedankt sich für Ihren Besuch in unserer Wanderausstellung „Nachbar?Sprache!“ in Dresden und Ihr Votum für die Nachbarsprachen Polnisch und Tschechisch. Viel Erfolg beim weiteren Kennenlernen von Land, Leuten und der Sprache Polens.

Erzählen Sie uns Ihre Geschichte!?

Wenn Sie, liebe LeserInnen, uns Ihre Geschichte nicht verschweigen wollen, dann freuen wir uns auch auf Ihre Post. Interessierte an der Wanderausstellung können sich ebenfalls bei uns melden und Ausstellungstermine für das kommende Jahr reservieren.

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