Sprachbrücke Euroregion Spree-Neiße-Bober / Most Językowy Sprewa-Nysa-Bóbr


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Der Landkreis Görlitz ist Projektpartner im Projekt "Sprachbrücke Euroregion Spree-Neiße-Bober" gemeinsam mit den Einrichtungen Stowarzyszenie Gmin RP Euroregion „Sprewa-Nysa-Bóbr”, Euroregion Neisse e. V. und Uniwersytet Zielonogórski.
Leadpartner ist die Euroregion Spree-Neiße-Bober. Das Projekt wird innerhalb des Kooperationsprogramms Interreg Brandenburg-Polen umgesetzt.
Die fachliche Begleitung beim Projektpartner Landkreis Görlitz erfolgt durch die LaNa. Das Projekt schließt geografisch und inhaltlich an das sächsisch-tschechische Kooperationsprojekt "Nachbarsprache von Anfang an! - Jazyk sousedů od začátku!" an.
Als LaNa bringen wir unser Know-how in der frühen nachbarsprachigen Bildung ein. Konkret sind unsere Projektaufgaben:
- fachliche Begleitung der Sprachbrücke in den deutschen und polnischen Kitas,
- Erarbeitung eines deutsch-polnischen Fortbildungsprogramms für Kita-Fachkräfte,
- Konzipierung eines Lernmaterials für die Kitas in der Euroregion Spree-Neiße-Bober,
- Vernetzung mit dem SN CZ-Projekt über die Arbeitsgemeinschaft „Unsere Sprachen“.
| Pädagogisches Fortbildungsangebot 2025/2026 |
Deutsch-polnisches landeskundliches Malbuch "Orte für Kinder in der Euroregion Spree-Neiße-Bober" |
Projektlaufzeit: 1.07.2024-30.06.2027
EU-Förderung (EFRE): 602 263,54€
Projektbeschreibung:
Hauptziel des auf drei Jahre angelegten Projektes ist es, zwei Ansätze basierend auf Vernetzung und einer Pilotmaßnahme zu realisieren, die sich der nachhaltigen Verringerung der sprachlichen Hindernisse widmen, so dass Wege aufgezeigt werden, die eine Verbesserung der Zweisprachigkeit ermöglichen, was wiederum der weiteren Integration auf dem Gebiet der Euroregion Spree-Neiße-Bober dient.
Es soll einerseits einen sprachlichen Ansatz in Form eines konkreten Modellversuchs im Bereich der Vorschulbildung geben, wo Kindern und Erziehern/-innen in vier grenznahen Kitas die Teilnahme an einer pädagogisch begleiteten „Sprachbrücke“ (im Fokus steht dabei eine umfassende Sprachanimation durch Muttersprachler) unterbreitet wird, um die Nachbarsprache spielerisch und niedrigschwellig zu erlernen.
Überdies entsteht als vernetzender Ansatz eine deutsch-polnische Arbeitsgemeinschaft (AG) „Unsere Sprachen“, die über die Grenzen unserer Euroregion sowie des INTERREG-Programmraums hinaus, als Plattform für den fachlichen Austausch zur generationsübergreifenden Minimierung der Sprachbarriere etabliert wird.
Neben den daran aktivbeteiligten Kitas sollen weitere Interessierte in einem sog. Kita-Netzwerk informiert und qualifiziert werden. Zudem soll der Austausch mit Schulen weiter verknüpft werden, um einerseits mehr Kinder zu involvieren und um andererseits die Durchgängigkeit des Spracherwerbs zu erleichtern.
In diesem Zusammenhang ist zu unterstreichen, dass die beiden o.g. Ansätze (AG „Unsere Sprachen“ und „Sprachbrücke“) erstmalig im INTERREG-Programmraum Brandenburg – Polen zum Tragen kommen und somit Alleinstellungsmerkmale des Projektes darstellen. Dieser Umstand dokumentiert sich gleichsam in den wichtigsten Outputs. Profitieren werden daher einerseits Kinder und Erzieher/-innen an insgesamt vier Einrichtungen durch die Teilnahme an einem gemeinsamen Ausbildungsprogramm, aber auch die Eltern, die für die Bedeutung des Spracherwerbs mittels der Familientreffen sensibilisiert werden (hier: über die Teilnahme an grenzübergreifenden, gemeinsamen Maßnahmen). Überdies gibt es für unterschiedliche Träger des Bildungswesens schulische Einrichtungen, Hochschulen, Weiterbildungszentren, Ministerien) durch die AG „Unsere Sprachen“ eine Plattform, die u.a. mittels der Vorbereitung und Erarbeitung einer Strategie tragfähige Lösungen zur Reduktion der Sprachbarriere erarbeiten soll.
Flankiert werden die o.g.Maßnahmen von einer grenzüberschreitenden Öffentlichkeitsarbeit, die den Mehrwert der Zweisprachigkeit entlang von Neiße und Oder betont und auf die bereits nachgewiesenen Erfolge des Kita-Projektes an der sächsisch – polnischen bzw. sächsisch – tschechischen Grenze und - somit auf die großen Chancen eines Best-Practice-Transfers hinweist.
Ansprechpartnerin beim Projektpartner Landkreis Görlitz / LaNa:
Frau Barbara Laris
E-Mail: barbara.laris@kreis-gr.de
Tel.: +49 (0)3581 663 9433
