Broschüre „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“

Zu den Schwerpunkten des Bundesprogramms „Sprach-Kitas. Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ gehört unter anderem die alltagsintegrierte sprachliche Bildung. In diesem Rahmen entstand eine Broschüre, die in erster Linie für Fachkräfte, aber auch für interessierte Eltern, theoretische und praktische Tipps zur Umsetzung im Alltag bündelt.

Deutlich wird beim Lesen der Broschüre, dass jedes Projekt, jedes Thema und jede Situation im Kita-Alltag für die alltagsintegrierte Sprachförderung genutzt werden kann und sollte. Elemente aus der kindlichen Lebens- und Erfahrungswelt sind jederzeit der Ausgangspunkt für die Förderung. Im konkreten Beispiel der Kita Spatzennest Edelzell in Fulda wird deutlich, wie Projekte, im konkreten Fall ein Märchenprojekt, auch für die Sprachförderung ein voller Erfolg werden können.

Die Botschaft, dass alle Situationen im Kita-Alltag Gesprächsanlässe bieten, wird ganz praktisch auf Seite 22 beschrieben. Hier erhalten Fachkräfte konkrete Tipps für die Gestaltung einer wertschätzenden, offenen Essensituation, bei der alle Kinder kommunizieren dürfen und dazu ermutigt werden:

„Nutzen Sie das gemeinsame Tisch decken, um das Geschirr zu benennen und jede Tätigkeit mit Sprache zu begleiten. Während der Mahlzeit können Sie mit den Kindern ins Gespräch kommen über das, was sie gerade bewegt. Wenn alle Schüsseln zum Nachfüllen griffbereit stehen, muss niemand aufstehen. Das schafft eine angenehme und gemütliche Atmosphäre und die Gespräche werden nicht unterbrochen. Sie können die Tische auch so umstellen, dass größere Kinder alleine beieinandersitzen können. So entstehen echte kleine Tischgespräche, denn auch Kinder möchten sich mal ungestört unterhalten.“

Interviews mit Fachleuten wie der Fachberaterin Frauke Kähling-Deutschmann, dem Professor für Kleinkindpädagogik Prof. Dr. Wolfgang Tietze oder mit Petra Wagner, Direktorin des Institutes für den Situationsansatz und Leiterin der Fachstelle Kinderwelten für Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung, runden die Broschüre ebenso ab, wie Stimmen aus der Praxis und Beiträge zur Zusammenarbeit mit den Familien der Kinder.

Die praxisnahe Broschüre  des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend ist online abrufbar unter www.nachbarsprachen-sachsen.eu/de/fachliteratur-fuer-kitas.html?searchquery=bundesprogramm#anc_5e2577b5b0dc7  oder beim Bundesministerium als Printmedium bestellbar.

Frühzeitig eine Nachbarsprache lernen? Neuro- und sprachwissenschaftliche Argumente

Quelle: openclipart, benoitpetit
Quelle: openclipart, benoitpetit

Der frühe Erwerb einer Fremdsprache bringt viele Vorteile mit sich. Wissenschaftliche Forschungen bestätigen: Je früher der Fremdsprachenerwerb erfolgt, desto besser wird die Sprache beherrscht – vorausgesetzt das frühe Fremdsprachenlernen ist methodisch gut umgesetzt. Damit werden unsere Jüngsten optimal auf Mehrsprachigkeit vorbereitet und es wird, vor allem mit Blick auf die heutige globalisierte Welt, schon in den ersten Lebensmonaten und -jahren ein Grundstein für eine erfolgreiche (Bildungs-) Biografie gelegt. Frühzeitig eine Nachbarsprache lernen? Neuro- und sprachwissenschaftliche Argumente weiterlesen

Rückblick: 4. Fachtag Kulturelle Bildung im frühkindlichen Bereich

Fachtag Kulturelle BildungDer Fachtag, der vom Kulturraum Oberlausitz-Niederschlesien in Kooperation mit der LaNa und weiteren Partner/innen organisiert wurde, lockte letzten Freitag mehr als 60 Pädagog/innen, Eltern und weitere Interessierte ins Haus Klingewalde in Görlitz. Er stand unter dem Thema „Frühzeitige Sprachbildung heißt solide Weltbildung“ und widmete sich der Sprachförderung von Kindergarten- und Grundschulkindern mit Mitteln der kulturellen Bildung. Rückblick: 4. Fachtag Kulturelle Bildung im frühkindlichen Bereich weiterlesen