Sprachliche Vielfalt an eigener Haut erleben? Mit Nachbarsprache von Anfang an!

Die Förderung von Nachbarsprachen und interkulturellem Austausch steht im Mittelpunkt der Arbeit der Landesstelle Nachbarsprachen (LaNa). Im Rahmen des Projekts „Nachbarsprache von Anfang an! Jazyk sousedů od začátku!“ (Interreg Sachsen-Tschechien) fanden im September 2026 gleich zwei bedeutende Veranstaltungen statt, die den grenzüberschreitenden Austausch und die frühkindliche Sprachbildung in den Fokus rückten: ein Fachtag am 03.09.2026 in Jablonec nad Nisou (Tschechien) sowie eine Fortbildung am 18.09.2026 in der Kita „Haus der Kinder“ in Dresden.

Treffen und Austausch unter Kindergärten aus Sachsen und Tschechien

Am 3. September 2026 versammelten sich pädagogische Fachkräfte, Sprachbegleitende und Vertretende der sächsischen und tschechischen Euroregionen und Städte im tschechischen Jablonec nad Nisou, um sich über nachbarsprachige Bildung in der Grenzregion auszutauschen. Der Fachtag stand unter dem Motto „Kouzlo jazyka sousedů“ (Der Zauber der Nachbarsprache) und wurde federführend von Tandem Plzeň organisiert. Die LaNa steuerte einen inhaltlichen Beitrag zum Thema Nachbarsprachen in Kitas und grenzüberschreitende Partnerschaften bei. Eröffnet wurde die Veranstaltung durch Ing. Jana Hamplová, Stellvertretende Oberbürgermeisterin der Stadt Jablonec n.N. für den Bereich Geistes- und Sozialwissenschaften.

Neben wichtigen Begegnungen und Kennenlerngesprächen standen auf dem Programm:

  • Eine zusammenfassende Präsentation der Ergebnisse der Projektevaluation, die wertvolle Einblicke in die Wirksamkeit der bisher umgesetzten Projektmaßnahmen lieferte. Hier referierte Prof. Karel Müller vom CEVRO Institut Prag
  • praktische Beispiele für Sprachanimationsaktivitäten in der Kita (z. B. durch Musik, Spiele) und Tipps für die Stärkung grenzüberschreitender Kooperationen zwischen Kitas und Schulen. Hier wurden auch die im Projekt bewährten Materialien für die frühkindliche Sprachbildung vorgestellt.

Der Fachtag bot eine Plattform für den direkten Austausch zwischen sächsischen und tschechischen Kindergärten und zeigte, wie wichtig die Vernetzung und der auf Erfahrung basierende immersive Lernansatz für die Sprachförderung in der Grenzregion sind.

Im Anschluss fand der Austausch der Sprachbegleitenden und Koordinierenden aus allen, am Projekt beteiligten Euroregionen statt. Ein Rückblick auf die vergangenen drei Jahre des Projekts „Nachbarsprache von Anfang an!“ stand im Mittelpunkt. Teilnehmende tauschten sich über Methoden, Erfahrungen und Herausforderungen aus und entwickelten gemeinsame Perspektiven für die Zukunft.

Fortbildung in der Kita „Haus der Kinder“ Dresden

Am 18. September 2026 fand in der Projektkita „Haus der Kinder“ in Dresden eine Fortbildung zum Thema „Besonderheiten der Sprachentwicklung bei Kindern mit Mehrsprachigkeit und die Kita-Praxis in der Grenzregion“ statt. Diese Veranstaltung wurde ebenfalls im Rahmen des Projekts „Nachbarsprache von Anfang an!“ durchgeführt und richtete sich an Erzieherinnen und Lehrkräfte, die sich mit den spezifischen Herausforderungen und Chancen mehrsprachiger Kinder im Kita-Alltag in der Grenzregion auseinandersetzen.

Theoretische Grundlagen der mehrsprachigen Sprachentwicklung

Eingangs wurden die Besonderheiten der Sprachentwicklung bei mehrsprachigen Kindern beleuchtet. Basis dafür ist das Modul 5 des LaCuSBi von LakoS. Wie unterscheiden sich ein- und mehrsprachige Sprachaneignungsprozesse? Welche Rolle spielen dabei die kognitive Flexibilität und der Transfer zwischen den Sprachen? Diese Fragen wurden anhand aktueller Forschungsergebnisse erläutert und an konkreten Beispielen diskutiert.

Kita-Praxis in der Grenzregion

Ein zentraler Fokus lag auf der Förderung von Mehrsprachigkeit in der täglichen Kita-Arbeit. Wie können Kita-Fachkräfte die Sprachanimationsmethoden gezielt einsetzen, um Kinder in ihrer mehrsprachigen Entwicklung zu unterstützen? Hier wurden konkrete Beispiele aus der Praxis vorgestellt und ausprobiert.

Die Teilnehmenden hatten die Möglichkeit, eigene Erfahrungen einzubringen und sich über Erfolgsfaktoren und Herausforderungen in der Arbeit mit mehrsprachigen Kindern auszutauschen.

Ein Fazit

Beide Veranstaltungen zeigten: Die Vermittlung von Nachbarsprachen und die Unterstützung mehrsprachiger Kinder sind nicht nur Bildungsziele, sondern auch ein Beitrag zur europäischen Verständigung. Das Projekt „Nachbarsprache von Anfang an!“ leistet hier einen wichtigen Beitrag, indem es Fachkräfte vernetzt, Materialien bereitstellt und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit fördert. Die LaNa wird weiterhin solche Formate anbieten, um Kinder früh für die sprachliche Vielfalt in Sachsen zu begeistern.

Haben Sie Fragen oder Ideen für zukünftige Veranstaltungen? Schreiben Sie uns an: nachbarsprachen-sachsen.eu/de/kontakt

Der Beitrag wurde mit Hilfe von KI erstellt.

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