„Erkunde Deine Nachbarstadt“: Wettbewerb für Kita und Schule

Malwettbewerb Zittau-Liberec„Erkunde Deine Nachbarschaft“ – unter diesem Motto haben die beiden Partnerstädte Zittau (D) und Liberec (CZ) gemeinsam einen Malwettbewerb für Kindergärten und Schulen ins Leben gerufen. Die LaNa sprach darüber mit Michaela Janyska, Managerin für Internationale Zusammenarbeit der Stadtverwaltung Zittau und Mitinitiatorin des Wettbewerbs:

Frau Janyska, welche Ziele verfolgen Sie mit dem Wettbewerb und was müssen Kindereinrichtungen und Schulen dafür machen?
Vielen Dank für Ihr Interesse an dieser interessanten grenzüberschreitenden Aktivität. Das Ziel ist einfach: Wir wollen bei Kindern und Jugendlichen Interesse wecken die nahe Partnerstadt „hinter der Grenze“ zu erkunden.
In drei Alterskategorien haben Kitas, Grundschulen und Oberschulen die Möglichkeit, sich mit dem Thema Partnerstadt im Rahmen eines Projektes, Ausfluges oder Besuches im Nachbarland zu beschäftigen. Die Tourist Informationen in Zittau und Liberec bieten dazu Stadtführung auf Tschechisch und auf Deutsch an. Interessierte Einrichtungen können sich gern bei mir in Zittau oder meiner Kollegin in Liberec anmelden.

Liberec bietet mit seinem Zoo, dem Aquapark Babylon, dem IQLandia oder dem Jeschken ja zahlreiche überregional bekannte Attraktionen gerade für Familien, die auch von deutschen Touristen gut frequentiert werden. Was können denn Kindergartengruppen oder Schulklassen darüber hinaus noch erkunden?
Liberec ist eine große Stadt und man kann stundenlang neue Orte entdecken: es gibt dort zum Beispiel eine verborgene Unterwelt mit einem Bunker, der erkundet werden kann. Ebenso kann man auf den Dachboden des Rathauses klettern oder sich eine tschechische Schule von innen anschauen.

Und ist Zittau umgekehrt auch ein lohnenswertes Ausflugsziel für Liberecer Bildungseinrichtungen?
Ganz bestimmt! Die Kinder aus Liberec sind immer wieder erstaunt, wie viele alte Häuser, ob renoviert oder nicht, es in Zittau gibt. Das Salzhaus mit der Christian-Weise-Bibliothek ist immer sehr interessant. Der Höhepunkt war bis jetzt der Besuch des Turmes auf der Johanniskirche, wo Türmer Felix über die Vergangenheit erzählte und dann auch auf der Trompete spielte.

Bei der Erkundung der gemeinsamen Grenzregion kommt der authentischen Begegnung mit den Nachbarn ja eine besonders wichtige Rolle zu. Wie schätzen Sie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit zwischen Zittauer und Liberecer Kindergärten und Schulen in diesem Zusammenhang ein?
Wie bei jeder grenzüberschreitenden Zusammenarbeit ist die erste Hürde die Sprache. Wenn es Erzieher/innen und Lehrer/innen gibt, die die Nachbarsprache beherrschen, ist vieles ganz einfach. Die Kinder steigen oft auf Englisch um… Ich hoffe sehr, dass die Anzahl der zusammenarbeitenden Kitas und Schulen in der Region schnell wachsen wird.

Und wie steht es um das Erlernen der Nachbarsprachen?
In Liberec wird in vielen Schulen und auch Kitas Deutsch gelehrt. Das ist eine wunderbare Voraussetzung für die Kinder, in der Region zu leben. In Zittau wünschte ich mir mehr Engagement.

Zum Abschluss: Was wünschen Sie sich persönlich für die Zukunft der Dreiländerregion um Zittau und insbesondere für die weitere Entwicklung der Städtepartnerschaft Zittau-Liberec?
Aus meiner Sicht wäre es wichtig, dass die nach wie vor im Unterbewusstsein vorhandenen Vorurteile verschwinden. Wir leben in einem gemeinsamen Europa und haben eine einzigartige Gelegenheit, in der Dreiländerregion miteinander optimistisch in die Zukunft zu schauen!

Mehr Informationen zum Wettbewerb und zu den Ansprechpartnerinnen in Zittau und Liberec gibt es hier.  

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