Geschäftliche Erfolge durch Sprachkompetenz

 

Foto mit Landwirt Andreas Kremmer
Foto: Entwicklungsgesellschaft niederschlesische Oberlausitz mbH (ENO)

„Es ärgert mich enorm, wenn ich nichts verstehe.“ Für den aus Nordhessen stammenden gelernten Landwirt Andreas Kremmer ist eine funktionierende Kommunikation wichtige Geschäftsgrundlage. Er ist im Vertrieb von Landmaschinen tätig. 2008 kam er erstmals in den Osten Sachsens und noch im gleichen Jahr erschloss er sich ein neues Betätigungsfeld im benachbarten Polen im Raum Bolesławiec.

„Bei einer Firmenfeier in Bautzen lernte ich einen Getreidehändler kennen, der mich mitnahm zu seinen polnischen Kunden.“, erinnert sich Kremmer. „Niederschlesien ist geprägt durch großflächige landwirtschaftliche Betriebe. Dieses Potenzial fand ich spannend.“ Bei seinen ersten geschäftlichen Kontakten in Polen war stets ein Übersetzer notwendig. „Das hat mich angetrieben, so schnell wie möglich die Sprache zu lernen.“, beschreibt der Landmaschinenhändler seine Motivation. Er belegte einen Sprachkurs bei der Volkshochschule in Görlitz. Da er in Polen nicht nur neue Geschäftskontakte sondern auch eine Lebenspartnerin fand, nahm die polnische Sprache auch im Alltag zunehmend Raum ein.

Mit wachsender Sprachkompetenz änderte sich auch die Zusammenarbeit mit seinen Kunden: „Der Unterschied ist enorm.“, so Kemmers Eindruck bei den Gesprächen mit den polnischen Geschäftspartnern. „Wenn ich ihre Sprache spreche und ihre Kultur lebe, werde ich viel mehr akzeptiert und respektiert.“ Im Geschäftsalltag bringt es viele Vorteile mit sich. Bei Verhandlungen ohne Übersetzer auskommen zu können, ist einer davon. Aber auch die Kommunikation per Mail und Telefon ist wesentlich einfacher. „Mich würde keiner zurück rufen, wenn ich nur deutsch könnte.“

Noch ist Andreas Kremmers Polnisch nicht perfekt. Er versteht inzwischen alles, aber beim Sprechen sieht er noch Defizite. So lernt er mit Unterstützung der VHS und seiner Lebenspartnerin weiter. Wenn es nach ihm ginge, sollten alle Kinder im Grenzraum die Nachbarsprache frühzeitig lernen. Für ihn ist es selbstverständlich, dass man sich mit der Kultur und der Sprache des Nachbarn auseinandersetzt. „Das bringt uns auf Augenhöhe und fördert Freundschaften!“

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