Święty Mikołaj erfüllt Wünsche

Kind im Schlaf
Mikołaj war schon da und hat dem schlafenden Kind ein Geschenk unters Kopfkissen gelegt

Heute ist Nikolaustag. Am 6. Dezember jeden Jahres wird im Christentum dem Heiligen Nikolaus von Myra mit unterschiedlichen Volksbräuchen gedacht. In Sachsen putzen beispielsweise viele kleine und große Kinder am Vorabend des Nikolaustages ihre Schuhe. Sie erhoffen sich, dass der Heilige Nikolaus ihnen dann in der Nacht kleine Überraschungen in die sauberen Schuhe hineinlegt, die sie am Morgen des Nikolaustages freudig entgegennehmen. Obst, Nüsse, Pfefferkuchen und andere Naschereien, aber auch Spielzeuge bringt der Nikolaus den Kindern.

In anderen Ländern, herrschen bekannter Weise andere Sitten. So sieht der Brauch zum Tag des sogenannten Święty Mikołaj (Heiliger Nikolaus) in Polen etwas anders aus. Die Kinder malen und basteln meist schon im November je einen Brief mit ihren Wünschen. Den fertigen Brief stellen sie auf ihr Fensterbrett oder kleben ihn an die Fensterscheibe. Der Mikołaj sammelt diese Briefe alle ein, um sich den Wünschen der Kinder anzunehmen. Mit Spannung wird in der Zeit bis zum Advent beobachtet, ob der Brief immer noch am Fenster hängt oder ob er schon fehlt, denn niemand weiß genau, wann der Mikołaj vorbeischaut. In der Nacht zum 6. Dezember kommt der Mikołaj schließlich noch einmal zu jedem Kind und legt ein Geschenk unter das Kopfkissen. Am nächsten Morgen ist die Freude über die Überraschung letztendlich genauso so groß wie bei den Kindern, die gefüllte Stiefel vorfinden. Übrigens: In vielen polnischen Familien erfüllt der Mikołaj einen der größten Wünsche der Kinder. Der Weihnachtsmann bringt zum Heiligen Abend, Wigilia, dann „nur noch“ Kleinigkeiten.
In der Zgorzelecer Kindertagesstätte Przedszkola niepubliczna nr. 2 findet zum Tag des Nikolauses ein besonderer Höhepunkt statt: die Kinder übernachten im Kindergarten. Die deutsche Erzieherfachschülerin Janina Hermann vom BSZ Görlitz wird dieses Ereignis miterleben und -gestalten. Sie absolviert zurzeit ihr Orientierungspraktikum in der Zgorzelecer Einrichtung. Wie Janina dazu kam, was sie bewogen hat und wie sie die Zeit in dem polnischen Kindergarten erlebt hat, berichten wir am 19.12. in einem ausführlichen Interview mit ihr. Seien Sie gespannt.

Wir wünschen allen Kindern in Sachsen, Polen und Tschechien einen freudigen Nikolaustag.

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