Startschuss für neue Online-Plattform für Eltern, Kitas und Interessierte zur Thematik „Nachbarsprache von Anfang an“

Die technische Umsetzung erfolgte durch die Firma klinger.MEDIA GmbH in Bautzen 

Am morgigen 23.06.2015 ist es soweit: Anlässlich der Arbeitstagung „Auf dem Weg zur Nachbarsprache von Anfang an in Sachsens Grenzregionen“ wird die thematische Informations- und Kommunikationsplattform www.nachbarsprachen-sachsen.eu als neues Dienstleistungsangebot der Sächsischen Landesstelle für frühe nachbarsprachige Bildung frei geschaltet. Für die technische Umsetzung zeichnet die Bautzener Firma klinger.MEDIA GmbH verantwortlich.  

Die LaNa sprach mit deren Geschäftsführer Christian Klinger über die Kriterien der technischen Umsetzung und die Module der Plattform, eingebrachte Kompetenzen der Firma und den Mehrwert des neuen Internetangebots.

Herr Klinger, in den zurückliegenden 6 Monaten hat Ihre Firma gemeinsam mit uns die thematische Informations- und Kommunikationsplattform www.nachbarsprachen-sachsen.eu entwickelt. Welche Kriterien waren Ihnen dabei für die technische Umsetzung besonders wichtig?

Im Fokus standen für uns ganz klar die verschiedenen Zielgruppen, die mit unterschiedlichen Ansprüchen an die Seite herkommen. In der Konzeptionsphase wurde dazu recht ausführlich überlegt und mit dem Team der LaNa diskutiert, welche Daten wie zur Verfügung gestellt werden sollen. Aus dem breiten Spektrum der potentiellen Besucher der Seite – Eltern, Angestellte der Kitas, Akteure und auch Besucher aus der Öffentlichkeit im Allgemeinen – hat sich eine recht hohe Komplexität der Anforderungen an die Plattform ergeben.

In der Planungsphase haben wir dann einen recht umfangreichen Modulkatalog vorgestellt, der den Anforderungen der Zielgruppen gerecht werden sollte. Mit der ersten Phase wurden hier noch nicht alle Module umgesetzt, aber die Plattform soll sich ja auch stetig weiter entwickeln. Und ein Forum für den aktiven Austausch benötigt zunächst eine Community, die wir aktuell durch Blog, Newsletter und das Einrichtungs-Modul aufbauen wollen.

Durch unsere mehrjährige Zusammenarbeit mit der Hochschule Zittau/Görlitz konnten wir auch Erfahrungen mit sehr umfangreichen und komplexen Seiten sammeln. Auch da bestand das Problem eine Vielzahl an Nutzergruppen schnell zu gewünschten Informationen zu führen. Barrierearmut und auch die mobile Erreichbarkeit der Webseite waren hier wichtige Punkte. Diese Erfahrungen konnten wir in das LaNa-Projekt natürlich mit einfließen lassen.

Welche Module wurden schon umgesetzt und was kann man damit machen?

Das Projekt an sich ist noch relativ jung und die Plattform wird morgen erst für die Öffentlichkeit freigeschalten. Ein Ziel ist es ja, den verschiedenen Nutzergruppen eine Plattform zur Informationsgewinnung, aber auch zum Austausch zu schaffen. Für einen aktiven Austausch braucht es auch eine kritische Masse an aktiven Nutzern. Um die Öffentlichkeit, aber auch alle Beteiligten, regelmäßig über die Arbeit der Landesstelle und aktuelle Entwicklungen im Bereich der frühen nachbarsprachigen Bildung informieren zu können, haben wir einen Blog aufgesetzt. Dank des Newsletters und dem RSS-Feed können auch die Nutzer erreicht werden, die nicht regelmäßig auf die Seite schauen. Die Anmeldungen der ersten Tage zeigen dabei, dass Interesse da ist. 🙂

Für die Recherche der Kitas wurde eine durch Filteroptionen reduzierbare Übersicht erstellt. In einer Landkarte sind die einzelnen Einrichtungen auch optisch positioniert. Die Einrichtungen selbst können über einen speziellen Zugang ihre Daten nach Bedarf anpassen und erweitern. Die „Steckbriefe“ sind im Moment noch recht einfach gehalten. Ich kann mir aber auch vorstellen, dass sich Kitas mit weiteren Wünschen an uns wenden werden und wir die Anpassungsmöglichkeiten dann ggf. erweitern.

Für die interne Datenerfassung der LaNa und zur Schaffung eines Gesamtüberblicks zur Kita-Landschaft im Bereich des frühen Nachbarsprachenlernens, wurde die Möglichkeit geschaffen einen online-Fragebogen zu erstellen. Darin gibt es wie in echten Formularen auch Abhängigkeiten, so dass durch die Beantwortung einer Frage verschiedene Optionen aktiviert bzw. deaktiviert wurden. Die Fragebögen waren personalisiert und konnten bis zum Einsendeschluss bzw. dem finalen Absenden jederzeit wieder aufgerufen und bearbeitet werden. Das Team konnte im Anschluss alle Daten in eine aufbereitete Excel-Tabelle exportieren. Ein Teilexport mit den eigenen Antworten wurde auch den Einrichtungen in Form des Steckbriefes zur Verfügung gestellt.

Und welche besonderen Kompetenzen konnte Ihre Firma in den Entwicklungsprozess einbringen?

Wie bereits erwähnt, beraten und unterstützen wir seit vielen Jahren schon die Hochschule Zittau/Görlitz. Ein ähnlich komplexes Projekt stellt zum Beispiel die British Travel Company in Frankfurt am Main dar, die Spezialreisen nach England verkauft. Auch hier gibt es viele verschiedene Teilmengen an Nutzergruppen und ein sehr umfangreiches, inhaltliches Angebot.

Ein gewisses Alleinstellungsmerkmal für diese Region können wir auch dadurch bieten, dass wir keine Webseiten „von der Stange“ anbieten, sondern zielgerichtet Konzepte für unsere Kunden stricken. Dazu gehört auch, dass wir in der ersten Phase nicht gleich mit einem fertigen Screen-Design anfangen – also eine Art Bildschirmfoto, wie die Seite später einmal aussehen wird – sondern zunächst Wireframes erstellt werden. Dabei handelt es sich um einfache Strichzeichnungen, die zunächst den Aufbau und Funktionalität der Seite beschreiben. Somit wird sich nicht frühzeitig in Designdetails verloren und der Aufwand einer Änderung ist bedeutend geringer. Dank unseres selbst entwickelten Content Management Systems sind wir auch sehr unabhängig und können alles nach Kundenwunsch anpassen.

Ich muss „gestehen“, dass auch wir bei dem Projekt wieder viel Neues gelernt haben. Die Ansprüche an die Zusammenarbeit und auch die Webseite aus dem eher sozialen Umfeld sind doch anders als bei vielen Wirtschaftsunternehmen. Auch, dass sich auf Kundenseite so intensiv mit der Thematik beschäftigt wurde, ist eher die Ausnahme. Die daraus resultierenden Wünsche der LaNa haben uns manchmal vor ein paar kleine Herausforderungen gestellt. Unterm Strich kann ich aber sagen, dass die Lösungen sehr gut geworden sind und auch uns wieder ein Stück vorangebracht haben.

Abschließend noch eine Frage: Worin sehen Sie persönlich den Mehrwert der neuen Plattform www.nachbarsprachen-sachsen.eu? Und welche Empfehlungen würden Sie den Nutzerinnen und Nutzern gern mit auf den Weg geben?

Die Plattform steckt ja gewissermaßen noch in den Kinderschuhen und ist auch abhängig vom Mitwirken der angesprochenen Nutzergruppen. Beim derzeit aufgebrachten Engagement bin ich aber sehr zuversichtlich, dass genügend inhaltlichen Mehrwerte geschaffen werden, um die Seite zu einer etablierten Anlaufstelle für Eltern und Kitas mit nachbarsprachigem Hintergrund werden zu lassen.

Für ernsthaft interessierte Nutzer lohnt sich sicher die Anmeldung zum Newsletter, um immer auf dem neusten Stand zu bleiben. Sonst würde ich mir wünschen, dass es viel Feedback gibt und wir die Plattform Schritt für Schritt ausbauen und verbessern können.

Vielen Dank für das Gespräch.

2 thoughts on “Startschuss für neue Online-Plattform für Eltern, Kitas und Interessierte zur Thematik „Nachbarsprache von Anfang an“”

  1. Hej LaNa-Team,
    ich habe eben die neue Seite in Augenschein genommen und bin von den umfassenden Inhalten beeindruckt. Auch als Mutter mit zweisprachig aufwachsenden Kindern finde ich noch viele interessante und neue Infos. TOLL gemacht und farbenfroh aufgestellt – trifft genau meinen Geschmack. Ich werde die Seite auf jeden Fall weiterempfehlen. Einen sonnigen Tag.

    1. Liebe mama_bilingual,

      vielen Dank für dieses positive Feedback zur neuen Internetplattform! Wir freuen uns, dass dieses Online-Angebot informativ und ansprechend ist. Sollten aus Eltern-Perspektive doch noch Infos fehlen oder weitere Themen relevant sein, dann kann uns das gern jederzeit rückgemeldet werden. Wir sind offen für jegliche Anregungen – und immer bemüht die Seite mit Ihnen gemeinsam weiterzuentwickeln und so optimal wie möglich zu gestalten.

      Wir wünschen weiterhin viel Spaß beim Lesen und Entdecken der Plattform zur frühen nachbarsprachigen Bildung.
      Das LaNa-Team

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