Am 3. und 4. November 2026 kommen in Dresden Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft aus Sachsen, Bayern und Tschechien zusammen. Auch die Sprachen der Nachbarn stehen auf dem Programm.
Wie gelingt grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Alltag? Und was braucht es dafür außer Fördergeldern und Verträgen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich das 4. Deutsch-Tschechische Regionalforum im Hilton Dresden.
Was ist das Regionalforum?
Das Auswärtige Amt richtet das Forum seit 2023 jährlich aus. Es bringt über 200 Menschen aus Verwaltung, Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, damit sie sich vernetzen und ihre grenzüberschreitenden Kontakte stärken. Die bisherigen Stationen waren Chemnitz (2023), Liberec (2024) und Regensburg (2025). Jetzt ist Dresden an der Reihe. Das Forum arbeitet mit Plenumsdiskussionen, Workshops und Info-Sessions und verbindet die Ebenen von Bund, Ländern, Regionen und Kommunen.
In diesem Jahr wird das Regionalforum erstmals von der Stiftung IBZ St. Marienthal organisiert. Wie in der Vergangenheit auch, ist die LaNa inhaltlich für einen Workshop verantwortlich – in diesem Jahr zum Thema „Nachbarsprachige Bildung von klein auf als Brücke“.
Was erwartet die Teilnehmenden in Dresden?
Das Programm ist noch vorläufig. Es zeichnen sich jedoch diese Schwerpunkte ab:
- Geld für die Zusammenarbeit: Ein Podium fragt, wie grenzüberschreitende Kooperationen im nächsten EU-Finanzrahmen finanziert werden können.
- Der Blick über den Tellerrand: Beispiele aus anderen Grenzregionen zeigen, wie Zusammenarbeit anderswo organisiert wird, etwa an der deutsch-französischen und der deutsch-dänischen Grenze.
- Katastrophenschutz ohne Grenzen: Wenn es brennt oder das Wasser steigt, spielt die Landesgrenze keine Rolle. Ein Podium fragt, wie Feuerwehren und Behörden beider Seiten gemeinsam handeln.
- Die Zukunft der Zusammenarbeit: Zum Abschluss sprechen Vertreterinnen und Vertreter von Bund, Freistaaten und Jugendaustausch darüber, wohin sich die deutsch-tschechischen Beziehungen entwickeln.
- Drei Workshops: Sie widmen sich der Förderung kleiner und großer Projekte, den Netzwerken von „Machern und Enthusiasten“ und, besonders nah an unserer Arbeit, der (Nachbarsprach-)Bildung.
Nachbarsprachen als Brücke
Einer der Workshops trägt den Titel „Auf dem Weg zum gemeinsamen deutsch-tschechischen Bildungsraum – Nachbarsprachige Bildung von klein auf als Brücke“. Dahinter steht ein Gedanke, den wir bei der LaNa täglich erleben: Wer die Sprache der Nachbarn früh kennenlernt, begegnet ihr mit Neugier statt Distanz. Im Grenzraum ist das eine Chance für Kitas, Schulen und Familien. Zugleich ist es eine Voraussetzung dafür, dass die Zusammenarbeit überhaupt Alltag werden kann. Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft brauchen Menschen, die miteinander „auf Augenhöhe“ reden und gemeinsam etwas bewirken können.
Wir freuen uns, dass die Mehrsprachigkeit im deutsch-tschechischen Grenzraum auf dem Regionalforum einen eigenen Platz hat.
Wie geht es weiter?
Wir berichten nach dem Forum an dieser Stelle und stellen vor, was im Workshop zur nachbarsprachigen Bildung diskutiert wurde. Wer die LaNa im Blick behalten möchte, findet hier weiterhin Neuigkeiten, Materialien und Veranstaltungshinweise.
Mehr Informationen unter https://www.auswaertiges-amt.de/de/aussenpolitik/europa/zusammenarbeit-staaten/2643678-2643678
