Ehrenpreis für „Groß für Klein – Duzi dla małych“

„Großer Bahnhof“ am vergangenen Mittwoch im Polnischen Institut Berlin: Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) und das Ministerium für Investition und wirtschaftliche Entwicklung der Republik Polen (Ministerstwo Inwestycji i Rozwoju, MIiR) hatten zur feierlichen Preisverleihung im Wettbewerb für Flaggschiffprojekte des Gemeinsamen Zukunftskonzepts für den deutsch-polnischen Verflechtungsraum eingeladen.

Zu den sieben Preisträgern in diesem Wettbewerb für Modellprojekte der Raumordnung gehörten gleich zwei Projekte, die sich dem Erwerb der Nachbarsprache, beginnend bereits in der Kita, widmen – das Projekt „Nachbarspracherwerb von der Kita bis zum Schulabschluss – der Schlüssel zur Kommunikation in der Euroregion Pomerania“, mit dessen Akteuren wir als Landesstelle in engem Erfahrungsaustausch stehen, und unser sächsisch-niederschlesisches Projekt „Groß für Klein – Duzi dla małych“, das wir für den Landkreis Görlitz gemeinsam mit dem Niederschlesischen Lehrerfortbildungsinstitut Wroclaw (DODN) im Kooperationsprogramm Interreg Polen-Sachsen 2014-2020 umsetzen.

In der Laudatio der Jury hieß es dazu: „Sollen Vorbehalte und mentale Barrieren zwischen Polen und Deutschen dauerhaft beseitigt und Chancen zur gemeinsamen Gestaltung der Zukunft optimal genutzt werden, dann muss die Möglichkeit der frühzeitigen Begegnung mit der Kultur der Nachbarn und des Erlernens der Nachbarsprache im gesamten deutsch-polnischen Verflechtungsraum eine Selbstverständlichkeit werden. Im gesamten Raum beiderseits der Oder und Lausitzer Neiße muss Sorge dafür getragen werden, dass allen Kindern vom Kindergarten bis hin zur Berufsausbildung bzw. zum Studium durchgängig Angebote zur Ausbildung in der Nachbarsprache zur Verfügung stehen. Die beiden INTERREG-Projekte leisten diesbezüglich hervorragende Pionierarbeit.“

Gemeinsam mit unserem polnischen Projektpartner DODN, vertreten durch die Direktorin Dr. Jolanta Horyń und Sabina Czajkowska-Prokop, sowie unserem

Kooperationspartner BSZ Görlitz, vertreten durch die Schulleiterin Beate Liebig und ihre Kollegin Heike Brix, konnte unsere Leiterin Regina Gellrich die Auszeichnung entgegennehmen. Zuvor stellte sie in einer Podiumsdiskussion das Projekt vor und beschrieb die mit dem frühen Erlernen der Nachbarsprachen verbundenen Chancen für den deutsch-polnischen Verflechtungsraums sowie die Herausforderungen, die bei der nachhaltigen Etablierung entsprechender Bildungsangebote in der Grenzregion zu bewältigen sind.

Übermorgen findet nun bereits die deutsch-polnische Abschlusskonferenz zum Projekt „Groß für Klein – Duzi dla małych“ in Görlitz statt. Dort werden wir nicht nur dessen Ergebnisse Revue passieren lassen und den Teilnehmenden des 2. Pilotkurses der deutsch-polnischen Fortbildung für Kita-Personal feierlich ihre Urkunden überreichen. Vor allem werden wir auch diskutieren, wie wir an die Ergebnisse anknüpfen und den Weg zur Nachbarsprache von Anfang an im sächsisch-niederschlesischen Verflechtungsraum nachhaltig fortsetzen können. Die bundesweite Würdigung unserer grenzüberschreitenden Projektarbeit ist für uns dabei ein besonderer Ansporn.

Mehr Informationen zum Wettbewerb: www.kooperation-ohne-grenzen.de

dav

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