Jugendhilfeausschuss des Landkreises Görlitz befasst sich mit früher nachbarsprachiger Bildung

Zu den Tagesordnungspunkten der 5. Sitzung des Jugendhilfeausschusses des Landkreises Görlitz gehörte am 9. April 2015 auch die Vorstellung der Sächsischen Landesstelle für frühe nachbarsprachige Bildung (LaNa).


Deren Leiterin Frau Dr. Gellrich informierte die Teilnehmenden in einem kurzen Vortrag nicht nur darüber, welche vielfältigen Potenziale gerade im grenznahen Raum ein Frühstart in das Erlernen einer Nachbarsprache bereits in der Kita bietet. Vorgestellt wurden auch erste Ergebnisse der sachsenweiten Bestandsaufnahme, die die LaNa derzeit in Kitas durchführt, sowie daraus resultierende künftige Vorhaben zur Weiterentwicklung.

Die LaNa wurde im September 2014 im Auftrag des Sächsischen Staatsministeriums für Kultus im Landratsamt Görlitz eingerichtet und ist sachsenweit tätig. Der Landkreis Görlitz erhielt den Zuschlag, weil er eine Vorreiterolle im Bereich der frühen nachbarsprachigen Bildung einnimmt: Allein 28 der 64 Kitas im gesamten sächsisch-polnischen und sächsisch-tschechischen Grenzraum, die 2014 Angebote zur Heranführung der Kinder an eine Nachbarsprache unterbreiteten, befinden sich hier. Darüber hinaus kann der Landkreis auf langjährige Erfahrungen im grenzüberschreitenden Bildungsmanagement verweisen. Sie resultieren insbesondere aus den Aktivitäten des PONTES-Bildungsnetzwerks und dem Landkreis-Modellvorhaben im Bundesprogramm „Lernen vor Ort“ und sollen nun für den gesamten sächsisch-polnischen und sächsisch-tschechischen Grenzraum genutzt und weiterentwickelt werden.

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