„Groß für Klein“ in der Erzieher-Ausbildung

Auch im Schuljahr 2018/19 arbeitet die LaNa eng mit der Erzieher-Fachschule des Beruflichen Schulzentrums „Christoph Lüders“ Görlitz (BSZ) zusammen. Grundlage bildet eine Kooperationsvereinbarung. Gemeinsam erklärtes Ziel ist es darin, die künftigen Erzieherinnen und Erzieher bestmöglich auf einen beruflichen Einsatz in der Grenzregion vorzubereiten.

Auf Grund der besonderen regionalen Lage des Landkreises an der Nahtstelle zu den europäischen Nachbarn Polen und Tschechien kommt dabei der Heranführung an Sprache und Kultur der Nachbarländer, beginnend bereits in den Kitas, eine wichtige Rolle zu. Deshalb arbeiten LaNa und BSZ gemeinsam an der Entwicklung und Etablierung entsprechender Ausbildungsbausteine für Erzieher-Fachschüler/innen und nutzen dafür in der Pilotphase auch das deutsch-polnische EU-Projekt „Groß für Klein – Duzi dla małych: Grenzüberschreitende Zusammenarbeit zur Förderung der interkulturellen und nachbarsprachigen Bildung im Bereich der Vorschulerziehung“. Es wird gefördert im Rahmen des Kooperationsprogramms Interreg Polen-Sachsen 2014 – 2020.

Bereits im vergangenen Schuljahr hatten Erzieher-Fachschülerinnen und Lehrerinnen des BSZ erfolgreich am 1. Pilotkurs der deutsch-polnischen Fortbildung „Groß für Klein“ teilgenommen. Im Nachgang erfolgte eine gemeinsame Evaluation durch die Teilnehmenden und die Verantwortlichen von LaNa und BSZ, in deren Ergebnis der Ausbildungsplan optimiert wurde, so dass in diesem Schuljahr nun die gesamte Fachschulklasse SPE18 am 2. Pilotkurs teilnehmen kann. Sie belegen dabei nicht nur das Unterrichtsfach Polnisch und Fachseminare zur Sprachförderung in Kitas. Im Rahmen des Projektes haben sie auch die Möglichkeit an deutsch-polnischen Methodenworkshops teilzunehmen, bei Stadtrallyes in Jelenia Gora und Görlitz in deutsch-polnischen Tandems zu arbeiten, den Alltag in einer polnischen Kita kennen zu lernen u. v. a. m.

Aktuell starten die Fachschüler/innen ihr Praktikum in einer Kita. Hierfür haben sie bereits die Aufgabe erhalten, erste kleine Angebote zu Sprache und Kultur des Nachbarlandes mit den Kindern umzusetzen. Um ihnen dazu entsprechendes Handwerkszeug zur Verfügung zu stellen, führte die LaNa am vergangenen Freitag ein Einführungsseminar durch. Hier bekamen die angehenden Erzieher/innen nicht nur Grundlagen zur Thematik der frühen nachbarsprachigen Bildung vermittelt. Vor allem lernten sie vielfältige Materialien, wie den Nachbarsprachkoffer oder die bereits im 1. Pilotkurs erarbeitete deutsch-polnische Handreichung zu Festen und Traditionen in Sachsen und Polen sowie das deutsch-polnische Malbuch „Z Biedronką i Maus przez cały rok – Mit Biedronka und Maus durch das Jahr“ kennen. Mit diesem Repertoire entwickelten sie Ideen, wie sie während ihres Praktikums mit den Kindern arbeiten können.

Der nächste Höhepunkt im Rahmen des Projektes wartet dann bereits am 07.12. auf sie: Gemeinsam mit den anderen deutschen Fortbildungsteilnehmerinnen fahren sie dann nach Jelenia Góra, um dort erstmals auf die polnischen Projekteilnehmenden zu treffen, sich kennen zu lernen und in den gemeinsamen Arbeitsprozess zu starten.

Die LaNa wünscht dafür viel Erfolg und vor allem viele schöne gemeinsame Erlebnisse mit Kindern und Erwachsenen auf dem Weg zur Nachbarsprache von Anfang an!

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