Zittau und Liberec rufen zum euroregionalen Malwettbewerb auf

malwettbewerb_plakatDie Städte Zittau und Liberec haben sich in diesem Jahr gemeinsam auf den Weg gemacht, um die Nachbarsprachen im Dreiländereck Deutschland-Polen-Tschechien zu fördern. Dafür setzen die beiden Partnerstädte bis Mai 2018 das Projekt „Nachbarsprachen in der Euroregion Neiße“ um. Das Ziel dabei ist es, die Bildungslandschaft auf beiden Seiten der Grenze enger miteinander zu verknüpfen und vor allem grenzüberschreitend zu vernetzen. „Für viele Bildungseinrichtungen, und die Menschen in den Einrichtungen selbst, ist die Sprachbarriere beim Knüpfen von Partnerschaften ins Nachbarland eine große und teilweise noch unüberwindbare Hürde. Diese Hürde gilt es Stück für Stück abzubauen.“, erläutert Michaela Janyska die Beweggründe der beiden Kommunen.

Frau Janyska ist innerhalb der Stadtverwaltung Zittau Ansprechpartnerin für internationale Angelegenheiten und damit auch für die Umsetzung der Projektinhalte. Zielgruppe sind vor allem die Kindertageseinrichtungen und Schulen in der Euroregion Neiße, denn „den Kindern im Dreiländereck bewusst zu machen, dass sie zwar in drei Ländern, aber in einer eng verwobenen Region zusammen leben und (später) arbeiten (können), ist ein wichtiger Grundstein für die gemeinsame Zukunft.“, führt Frau Janyska weiter aus.

Zurzeit sind deshalb alle Kitas und Grundschulen der Euroregion dazu aufgerufen sich an einem Malwettbewerb „Drachenabenteuer im Dreiländereck“ zu beteiligen und sich in dem Zusammenhang zusammen mit den Kindern intensiver mit dem Thema Nachbarsprache zu beschäftigen. Für das Thema Pate gestanden hat dabei der kleine Drache Trilingo des trinationalen Vereins TriLingo e. V., der selbst alle drei Sprachen der Euroregion spricht und gern mit den Kindern aller drei Nachbarländer lustige Abenteuer erlebt. Bis zum 30.09.2017 müssen alle entstandenen Bilder eingereicht sein. Weitere Informationen und den Anmeldebogen zum Wettbewerb gibt es unter www.zittau.de. Interessierte Kitas der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa können sich gern noch beteiligen. Die Ergebnisse des Malwettbewerbes werden anschließend in den Rathäusern Zittau und Liberec ausgestellt. Ausgewählte Werke werden in einem Kalender 2018 abgebildet und u.a. Bildungseinrichtungen der Euroregion kostenlos zur Verfügung gestellt.

„Die Zusammenarbeit der beiden Partnerstädte läuft auf verschiedenen Ebenen sehr gut, im Projekt werden die Schulreferate in gemeinsamen Beratungen u.a. zukünftige Aktivitäten besprechen.“, so Frau Janyska. Der Höhepunkt wird schließlich eine regionale Bildungskonferenz im März nächsten Jahres in Zittau sein. Die Vorbereitungen dazu laufen bereits und in Kürze wird der Termin offiziell mitgeteilt.

Die Landesstelle Nachbarsprachen freut sich über das Engagement der beiden Städte für das Thema Nachbarsprachen von Anfang an!, wünscht viel Erfolgt bei der Umsetzung und wird gern vom weiteren Projektverlauf und über die Ergebnisse in ihrem Blog berichten.

Das Projekt „Nachbarsprachen in der Euroregion Neiße“ wird gefördert durch die Europäische Union aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung im Rahmen des Programms Interreg SNCZ 2014-2020 über den Kleinprojektefonds der Euroregion Neisse-Nisa-Nysa.

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